E-Plus LTE – Mit BASE nun auch LTE möglich

E-Plus hat zwar bei der LTE Frequenzversteigerung im April 2010 keine Lizenzen im 800MHz Bereich (Digitale Dividente, LTE im ländlichen Raum) erworben, darf aber im 900Mhz Bereich auf GSM Frequenzen das mobile Breitband-Internet anbieten. Außerdem hat E-Plus im 2,8GHz-Bereich mehrere Blöcke ersteigert und kann damit seit 2014 LTE im urbanen Raum anbieten.

BASE: LTE Smartphone Tarife

Unter dem Label BASE vertreibt E-Plus Smartphone Tarife inklusive LTE:

 TarifInklusiv-
volumen
Daten-
rate*
TelefonieSMSLauf-
zeit
Anschluss-
preis
SonstigesPreis/
Monat
BASE Light2 GBDown: 21,6 Mbit/s
LTE inklusive
Flatrate9 Cent/SMS24 M29,90€12 Monate Rabatt
9,99€

ab dem 13. Monat
14,99 €
BASE Pur3 GBDown: 21,6 Mbit/s
LTE inklusive
Flatrate9 Cent/SMS24 M29,90€12 Monate Rabatt
14,99€

ab dem 13. Monat
19,99 €
BASE Plus4 GBDown: 21,6 Mbit/s
LTE inklusive
FlatrateFlatrate24 M29,90€12 Monate Rabatt
19,99€

ab dem 13. Monat
24,99 €
BASE Pro5 GBDown: 21,6 Mbit/s
LTE inklusive
FlatrateFlatrate24 M29,90€12 Monate Rabatt
EU-Flatrate inkl.
24,99€

ab dem 13. Monat
29,99 €

Historie

Eplus springt auch 2012 nicht auf den LTE-Zug

Ende Januar veröffentlichte das Unternehmen E-Plus seinen Jahresabschluss für 2011 und gab zeitgleich einen Ausblick für das aktuelle Jahr. Die größte Spannung herrschte wohl bei der Frage, ob es E-Plus den drei anderen großen Mobilfunkanbietern Telekom, Vodafone und O2 gleichtut und in LTE investiert.

Allem Anschein nach wird es aber auch 2012 für E-Plus-Kunden kein LTE geben. Schon seit Bekanntwerden der Versteigerungen der Netzfrequenzen und damit der Etablierung einen neuen Mobilfunkstandards hielt sich E-Plus zurück und äußerte sich eher skeptisch. Bei der Versteigerung 2010 schlug das Unternehmen dann zwar bei einigen Frequenzpaketen zu, allerdings nicht im LTE-Bereich von 800 MHz. An die Ersteigerung dieser Frequenzbänder koppelte die Bundesregierung die Bedingung, erst ländliche Gebiete, die damals noch über keinen DSL-Anschluss verfügten, mit dem neuen Netz zu versorgen. Nachdem Telekom, Vodafone und O2 diese Gebiete größtenteils an das Netz angeschlossen haben, erschließen sie nun sukzessive die Ballungszentren in Deutschland.

E-Plus hat dazu nun eine ganz eigene Meinung, für sie ist LTE ein „Luxusspielzeug“, das niemand wirklich brauche. Konzernchef Dirks gab im November 2010 von sich, dass LTE und das iPhone ein „Erfolgsbalsam für die Bosse“ seien und die Kunden gar kein LTE wollen würden. Schaut man sich die heutige Situation an, Vodafone und die Telekom haben auf dem Land 0,5 Millionen LTE-Kunden, scheint diese Annahme von Dirks nicht ganz richtig zu sein. HTC präsentiert mit dem Velocity 4G zudem das erste LTE-fähige Smartphone, das auf dem deutschen Markt exklusiv bei Vodafone erhältlich sein wird. Und auch von den anderen großen Herstellern werden in den kommenden Monaten die ersten Smartphones, die den neuen Mobilfunkstandard unterstützen, erwartet. Vodafone bietet bereits seinen ersten LTE-Tarif an, für zusätzliche 10 Euro im  Monat kann die LTE-Option zu einem bestehenden Vertrag dazu gebucht werden.

E-Plus scheint von diesen Entwicklungen nicht sehr viel mitzubekommen. E-Plus Sprecher Guido Heitmann sagte dem Onlinemagazin golem, dass Smartphone-Nutzer eigentlich gar kein LTE bräuchten. Nach seiner Meinung würden ein bis zwei Mbit völlig ausreichen. Für einige Anwendungen und Apps mag dies auch wirklich zutreffen, aber ein mobiles Streaming von Musik und Videos in HD-Qualität ist damit sicher nicht möglich. Immer mehr User wollen auch von unterwegs, sei es nun mit dem Smartphone, Laptop oder Tablet, mit den gleichen Voraussetzungen surfen können wie im WLAN zu Hause. Ein weiterer Schwachpunkt von E-Plus: die Netzqualität an sich lässt immer noch einige Wünsche offen. Der Konzern verweist bei diesem Thema auf seine Investitionen, die 2011 bei etwa 600 Mio. lagen, und den Fortschritt beim Netzausbau. Bei einem Test von Stiftung Warentest hingegen erscheint die Netzqualität, trotz Fortschritte, in einem anderen Licht. In Städten ist die Datenübertragungsrate in Ordnung, das ändert sich aber, sobald man Ballungsräume verlässt. Und selbst in den Städten ist die Datenübertragungsrate im Vergleich zu den Konkurrenten von E-Plus nur durchschnittlich. Will man mit seinem Netbook im E-Plus-Netz surfen, sei das Netz laut Stiftung Warentest „nur eingeschränkt nutzbar“. Das sind nicht gerade positive Nachrichten.

Durch LTE könnte der Konzern zumindest die Kapazitäten aufstocken, was schon zu einigen Verbesserungen für die User führen würde. Damit würde sich technisch gesehen einiges verbessern, auch wenn Tarife mit einem kleineren Volumen als 50 Mbit angeboten würden und es wäre sicher ein Schritt in die richtige Richtung.

Was plant E-Plus nun für 2012?

Der Konzern lässt verlauten, dass es weitere Investitionen geben soll, im ähnlichen Volumen wie im Vorjahr. In einer Pressemitteilung verkündet E-Plus, dass der Konzern „auf dem Weg zum Mobilfunkanbieter der 4. Generation weitere substanzielle Schritte im Ausbau des Datennetzes“ ansetzen will. Was genau das bedeuten soll, darüber lässt E-Plus die Fachwelt und auch seine Kunden im Dunkeln. Eine Möglichkeit, wie diese Aussage zu interpretieren ist, könnte sein, dass E-Plus erst einmal seine HSPA-Netze ausbauen wird und erst später dann auf LTE umschwenken wird. Oder aber E-Plus nimmt 4G wörtlich, denn LTE in der heutigen Version erfüllt im eigentlichen Sinne nicht die Definition und Vorgaben der ITU für die 4. Generation des Mobilfunks. Genaugenommen ist erst LTE-Advanced das wirkliche 4G, allerdings wird die Etablierung dieses Standards noch Jahre dauern. Es ist also davon auszugehen, dass auch 2012 kein LTE-Jahr bei E-Plus werden wird. Laut Heitmann soll es 2012 zu keiner Markteinführung von LTE kommen. Begründet wird dies mit einem Mangel an Endgeräten, die LTE-fähig sind. Aktuell mag das noch richtig sein, aber das Jahr hat erst begonnen und es werden von allen großen Herstellern im Lauf von 2012 sowohl LTE-fähige Smartphones als auch Tablets erwartet, HTC hat bereits den Startschuss gegeben.

Was passiert 2013 – Startet E-Plus sein LTE-Netz Endes des Jahres?

Ein wenig springt E-Plus nun aber doch auf die neuen Entwicklungen auf, so hat der Konzern mehrere Testnetze, beispielsweise in der E-Plus-Zentrale und im Kundentestcenter der TU Chemnitz. Tarife für den Endkunden gibt es allerdings noch nicht.

E-Plus und LTE scheint es wohl so bald nicht zu geben, das Unternehmen setzt lieber auf HSPA. Ob seine Rechnung aufgeht, ist eher fraglich und wird sich letztendlich bei den Kunden zeigen.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: +1 (from 1 vote)