LTE – Gefährdung der Gesundheit durch neue Mobilfunktechnologie?

Immer wieder machen Funkwellen Negativ-Schlagzeilen – so soll die Mobilfunkstrahlung die Bürger gesundheitlich beeinträchtigen. Nur selten wird dabei objektiv der Sachverhalt gesehen – so geschehen nun auch beim neuen Mobilfunkstandard LTE:

Streit um LTE in der Gemeinde Flieden: Grünen täuschen die Bürger

Ein Streit ist um den neuen Mobikfunkstandard LTE entbrannt. Mario Klotzsche, der Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag, wies nun die Anschuldigungen von Helmut Schönberger (Vorsitzender der Grünen) zurück, dass durch LTE eine Gesundheitsgefährdung für die Bürger bestehe. Dies sei nicht der Fall. Laut Klotzsche habe Schönberger bewusst Aussagen der Bundesregierung zu einer kleinen Anfrage der Grünen-Fraktion aus dem Zusammenhang gerissen. Dadurch wolle er Ängste bei den Bürgern schüren und im Fliedener Bürgermeisterwahlkampf mit seinem Kandidaten punkten.

LTE bedeutet Long Term Evolution und ist der Nachfolger des bisherigen Mobilfunkstandards UMTS. Jetzt kommen auch die ersten Endgeräte (Smartphones, Tablet-PC) auf den Markt und UMTS wird langfristig durch LTE ersetzt werden. 2010 wurden die Frequenzen für die LTE-Technologie von der Bundesregierung versteigert, mit der Auflage, dass zuerst die ländlichen Gebiete, die bislang nicht an das DSL-Netz angeschlossen waren, mit LTE erschlossen werden. Die drei großen Mobilfunkunternehmen Deutsche Telekom, Vodafone und O2 haben sich dabei die Frequenzen gesichert.

Die Gemeinde Hofbieber war in Hessen eines der Pilotprojekte, die zuerst von dem LTE-Ausbau profitierten. Nun schreitet der Ausbau im Kreis Fulda voran, viele „weiße Flecken“ sind bereits beseitigt und auch Flieden ist bereits an das LTE-Netz angeschlossen. Schönberger übte nun harsche Kritik am Netzausbau und deutete an, dass für die Bürger dadurch eine Gesundheitsgefährdung entstehe. Wie bereits erwähnt, riss er dabei Formulierungen aus einer kleinen Anfrage der Grünen Fraktion aus dem Zusammenhang. Laut Klotzsche soll Schönberger dabei bewusst die entscheidenden Aussagen der Bundesregierung unterschlagen haben, die klar zeigen, dass es keine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung gibt.

Dort wird nämlich deutlich, dass auch durch LTE „die Gesamtimmission nur einen Bruchteil des Grenzwertes“ nach dem Bundesimmissionsschutzgesetzes erreicht, so die Bundesregierung. Die Bundesnetzagentur und die Landesumweltministerien haben im Vorfeld ein Monitoring der elektromagnetischen Felder durchgeführt. Dieses zeigte, dass die Grenzwerte für die Mobilfunksendeanlagen ganz erheblich unterschritten werden. Auch wurde eine Studie im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms hinsichtlich einer möglichen Gesundheitsgefährdung durchgeführt. Auch hier konnten die Wissenschaftler keine gesundheitsschädlichen Wirkungen feststellen. Das macht auch Sinn, denn LTE nutzt nur Frequenzbänder, die schon sehr lange genutzt wurden und auch bereits ausführlich hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Gesundheit untersucht wurden. Es handelt sich dabei um die Frequenzen des analogen Fernsehens, die nun frei geworden sind. Klotzsche zu diesem Thema: “Jahrzehntelang haben die Bürger ARD und ZDF über ihre Antenne auf dem Haus empfangen. Es ist kein einziger Fall bekannt, in dem ein Mensch dadurch einen Schaden erlitten hat. Jetzt passiert mit LTE nichts anders, nur dass die Leute statt ARD und ZDF schnelles Internet ins Haus bekommen”, so Klotzsche.

Wir hoffen nun alle Unklarheiten bezüglich einer “Gefährdung” durch LTE beseitigt zu haben.

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